Sauris Paß und Forcella die Monte Rest

 

Roadbook: Heinfels - Innichen - Kreuzberg Paß - St. Stefano di Cadore - Sauris Paß - Ampezzo - Tramonti di Sopra - Maniago - Longarone - Auronzo di Cadore - Misurina - Toblach - Heinfels

 

 

Bei dieser Tour fährt man von Innichen nach San Stefano. Hierbei überquert man den Kreuzberg-Sattel, der in anderen Routen oft genug beschrieben wurde. Von San Stefano di Cadore zunächst hinauf zur Forc. Lavardet, rund um den Karnischen Kamm. Auf zweispurig ausgebauter, nur 4km langer Spange weiter bergan zur Sella di Razzo. Nun mehr wechseln die Fahrbahnbreiten hinab nach Sauris di sopra/Oberzahre und Sauris di sotto/Unterzahre ständig. Die Straße ist windungsreich und hat unter dem Monte Pezzocucco mehrere Serpentinen mit ausgeprägten Haarnadelkurven. Von Unterzahre leitet die Bergstraße hinab zum aufgestauten Lago di Sauris und benützt sein Ostufer. Man tangiert die Häusergruppe la Maina, umfährt die Plottempochbucht und gelangt zur Krone der Staumauer: dort hat man an der Gabelung die Wahl zwischen der Straße durch die wildromantische Lumieschlucht direkt nach Ampezzo hinab, 10km, oder der Seeuferstraße, welche den See auch bald verläßt, um in Serpentinen zum Passo del Pura mit dem Rif. Tita Piaz anzusteigen. Diese, für den Zweiradfahrer interessantere Straße senkt sich im

Süden mit neun Spitzkehren zur Mauriapaßstraße hinab, in die sie nach 19km ab Straßenteilung bei der Osteia al Pura einmündet. Vom Purapaß richten sich die Ausblicke hauptsächlich auf die Berge im Norden mit Monte Pieltinis und Monte Torondon bzw. Oberkofel. Das Lumietal zweigt 4km südöstlich von Ampezzo die ausgebaute SS. 552 von der SS.52 ab. Über den zahmen Sattel von Priuso gelangt man bald in das Tal des Tagliamento. Nach Überquerung des Flusses gewinnt man bei max. 12% Steigung die Scheitelhöhe des Passo Rest mit dem Rifugio. Die asphaltierte Bergstraße leitet zwar vorwiegend durch dichten Mischwald, doch gewährt sie wiederholte Male gute Ausblicke in das Tal des Tagliamento. Straßenbautechnisch interessant ist ein stark gekrümmter Kehrtunnel durch den felsigen Steilhang.

Der Abstieg von der Scheitelhöhe hinab nach Tramonti di Sopra vollzieht sich über 20, zum Teil enge Kehren. An allen ausgesetzten Stellen wurden Leitschienen zur Absicherung angebracht. Am Ortsbeginn von Tramonti hält man sich links und benützt die Umfahrung. Auf dem Ostufer des langgestreckten Lago di Tramonti gelangt man zum Ponte Racli und wenig weiter rechts zur gelb beschilderten Abzweigung der Pala Barzana-Touristenstraße. Von Navaronz setzt man seine Fahrt über Poffabro und Pian d. Merie fort, wo der Serpentinenanstieg zum Paß beginnt. Als strategisch wichtige Verbindung nach Cimolais wurde die Straße über die Forc. di Pala Barzana während des Ersten Weltkrieges erbaut; auf der Scheitelhöhe ist eine würdige Gedenkstätte für die dort Gefallenen der Alpinitruppe angelegt worden. Die Abfahrt hinab zum Weiler Bosplans erfolgt über 16 Kehren auf durchwegs asphaltierter Straße. Westlich von Barcis mündet man links in die Straße durch des Cellinatal ein; die wildromantische, enge Schluchtstrecke wird durch eine Tunnelstraße unter dem Monte Fara abgelöst, wodurch das Verkehrsaufkommen in dieser bisher ruhigen Zone entsprechend emporschnellen wird. Montereale Valcellina läßt man rechts liegen und folgt der vorgegebenen Route über Maniago in Richtung Sequals und Lestans am Südrand

der Alpen weiter bis man bei Pinzano den Tagliamento erreicht. Landschaftlich und fahrtechnisch hochwertig verläuft nun die Strecke über Casiacco nach San Francesco. Man verläßt das breite Tagliamentotal über einen Sattel, der in das vom Arzino durchflossene Nebental hinüberleitet. Auf der Bergstrecke bei Bagni sind mehrere, dicht übereinander angeordnete Kehren zu bewältigen, weiter nördlich schließt eine Strecke mit Tunnels bzw. Galerien an. In Pozzis, am Fuße des Monte Verzegnis, gelangt man zu einer Straßenteilung; links über die Sella Chiampon nach Socchieve an der SS. 52, 12km. Man hält sich jedoch rechts, will man als letzten touristischen Leckerbissen der beschriebenen Runde noch die Sella Chianzutan mit der lohnenden Abfahrt bei 11% Gefälle durch das Veregnis mit einbeziehen.

Bemerkenswert sind dabei die Ausblicke auf den Lago di Verzegnis, ehe man hinab in das Tagliamentotal kommt. Die breite, durch ihre umfangreichen Schotterablagerungen gekennzeichnete Talsohle überquert man im Süden von Tolmezzo. Von Tolmezzo aus gibt es zwei Möglichkeiten die Heimreise an zu treten. Die eine wäre über den Plöckenpaß nach Kötschach Mauten und weiter über das Lesachtal nach Tassenbach. Die zweite wäre über den Mauria Paß nach Auronzo die Cadore, Misurinasee und weiter nach Toblach. Wo wir wieder bei unserem Ausgangspunkt wären.