Rund um die Sella

Roadbook: Heinfels-Olang-Furkel Paß-Zwischenwasser-Corvara-Grödner Joch-Sellajoch-Pordoi Paß-Falzarego Paß-Valparola Paß-Bruneck-Heinfels

 

 

Dolomitenpässe und vermittelt einen repräsentativen Querschnitt der formenreichen Bergwelt. Mit Ausnahme des Campolongopasses befinden sich die Scheitelpunkte der großen Pässe in Höhenlagen von über 2000 m. Die gesamte Rundstrecke ist eine einzigartige Panorama-Route mit stets wechselnden Hochgebirgs-Szenerien; sie durchmißt das Kerngebiet der westlichen Dolomiten. Die empfohlene Fahrtrichtung verläuft im Uhrzeigersinn. – Die Auffahrt aus dem Grödner Tal zum Grödner Joch vollzieht sich nördlich der Steilabstürze des Sellamassivs; die Murfreit-Türme und die Tschierspitzen sind besonders markante Berggruppen. Bis zur Scheitelhöhe hat man fünf Kehren zu bewältigen, die Straße

ist 6 bis 7 m breit ausgebaut. Die kehrenreiche Ostrampe vom Scheitel hinab nach Kurfar/Corvara mißt knapp 10 km und weist ein Gefälle von 12 % auf. Es gibt dort steinschlaggefährdete Stellen und unzureichende Randsicherungen. Landschaftlich bietet die Fahrt talwärts manche Reize. Man wird einerseits von der zerklüfteten Flanke des Sellastockes, andererseits von der Felsbastion des Sass Songher (2665) beeindruckt, der im O das Blickfeld beherrscht. Die anfangs herbe Landschaft wird von lichten Lärchenwäldern und freundlichen Matten sowie von sauberen Siedlungen abgelöst. An der Einmündung des Colfuschger Baches in das Gadertal trifft man auf eine Straßengabel: rechts nach Corvara in Badia (1555) und zum Campolongo-Paß, geradeaus nach St.Lorenzen im Pustertal.

Der Campolongo-Paß verbindet als schwach frequentierter Übergang das Hochabtei mit dem Buchenstein, wo man Anschluß an die Große Dolomitenstraße findet. Die SS.224 ist normal breit, ihre Steigung erreicht nur kurze Maxima von 10%. Während der Auffahrt von Corvara hat man auf der Nordrampe, die mit elf Kehren aufwartet, bemerkenswerte Rückblicke in den Talkessel um Corvara und auf den markanten Sass Songher. Die Südrampe bietet gleich jenseits der Scheitelhöhe Prachtblicke auf die eisgepanzerte Marmorlata (3343), die hinter dem dunklen Padonkamm (Gestein vulkanischen Ursprungs) aufragt. Distanz Corvara-Arabba 11 km. – Beschreibung der Strecke auf der Großen Dolomitenstraße von Arabba über das Pordoijoch bis zur Straßenteilung beim Pian Schiavaneis . An der Straßengabelung zu Beginn der fast ebenen Bergweidenregion fährt man geradeaus weiter und kommt am gleichnamigen Rifugio (1150) sowie an der Jausenstation M. Pallidi vorbei, ehe man rechts den Eingang in die Val Lasties hat. Nach Überbrückung des Baches erfolgt angesichts der Sellagruppe der Anstieg zum Sellajoch über mehrere, langgezogene Serpentinen. Die formschöne Felskulisse der Sellatürme wirkt in ihrer Anordnung wie aneinandergereihte Orgelpfeifen verschiedener Größen. Am Col de Toi (2244) erreicht man den höchsten Punkt der Straße, die sich, nachdem das Albergo Maria Flora passiert wurde, mäßig

zum Sellajoch hinabneigt. Der Wiesensattel eröffnet ein prächtiges Panorama, das im SO von den ausgedehnten Gletscherfeldern der Marmolata beherrscht wird. Greifbar nahe zeigt sich im W das „Dreigestirn“ Langkofel-Fünffingerspitze-Grohmannspitze. In unmittelbarer Nähe des Sellajochhauses (2176) befindet sich die Talstation der Gondelbahn zur Langkofelscharte; sie leitet in 14 Minuten über die „Steinerne Stadt“ genannte Felswildnis durch ein beklemmend enges Kar zur Langkofelscharte hinauf und bewältigt dabei 500 Höhenmeter. Die SS. 242 führt nunmehr im W der Sella zum Plan de Gralba (1831) und zu den Hotels an den zahlreichen Aufstiegshilfen hinab. Vom Grödner Joch herabziehend, mündet die SS. 243 beim Hotel Miramonti ein. Auf der Sellajochstraße schwanken die Fahrbahnbreiten zwischen 5 und 7 m, die Steigungsmaxima betragen auf der SO-Rampe 11 % auf der kehrenarmen Nordrampe 9 %. Die weitere Talfahrt über Plan nach Wolkenstein ist problemlos.