Rund um die Sarntaler Alpen

Roadbook: Heinfels-Brixen-Sterzing-Penser Joch-Ritten-Barbiano-Brixen-Obervintel-Terenten-St.Sigmund-Bruneck-Heinfels

 

 

Eine Fahrt über das Penser Joch ist mit der Bewältigung eines beachtlichen HU verbunden, gleichwohl die Basisorte wie Sterzing und Bundschen bereits Höhenlagen von mehr als 900 m aufweisen. Die Straße über das Joch in das Penser Tal und durch das Sarntal führt in das Herz der Sarntaler Alpen, welche von N her erst sehr spät durch den Bau einer strategischen Verbindung erschlossen wurden. Der Paß ist von Juni bis zum Wintereinbruch offen. – Die SS. 508 beginnt südwärts der AA Sterzing und überquert den Ridnaunbach. Über der Eisackniederung thront auf einem isoliert aufragenden Felsrücken Schloß Reifenstein, eine der besterhaltenen Burgen Südtirols. Beim Weiler Elzenbaum (975) beginnt die windungsreiche Bergstrecke mit einer lange anhaltenden Dauersteigung. Vom Gh. „Schönblick“ sieht man hinab nach Mauls sowie durch die

„Sachsenklemme“ in das Pustertal bis zum Kronplatz bei Bruneck. Hoch über dem Egger Tal erreicht man die Waldgrenze und dann die freie Scheitelhöhe des Penser Joches mit dem Berggh.“Alpenrose“. Von dort hat man einer bemerkenswerte Gipfelschau auf die Stubaier Alpen mit Zuckerhütl und Pflerscher Tribulaun sowie auf die Zillertaler Berge mit Hochfeiler und Möseler. Die Steigungen betragen auf der Nordrampe 13 %, auf der Südrampe 12 %. Die Fahrbahnbreiten schwanken auf der Nordrampe zwischen 4 und 7 m, auf der Südrampe zwischen 5 und 7 m. – Über ein ausgedehntes Almengebiet fährt man in einer großzügig angelegten Schleife hinab zur Brücke über die hier junge Talfer und folgt dem einförmig wirkenden Penser Tal abwärts. Man berührt die Orte Pens, Weißenbach, Astfeld und Nordheim. Der Hauptort Sarnthein (967) erstreckt sich auf der gegenüberliegenden Talseite.

Man folgt der ausgebauten Straße über Bundschen (924) noch ein kurzes Stück hinab bis links die Bergstrecke hinauf nach Wangen und Oberinn abzweigt. – Der Ritten ist nicht nur von Bozen über Rentsch durch eine vorzügliche Straße erschlossen, sondern auch vom Sarntal aus auf einer schmäleren Bergstraße; letztere steigt in Serpentinen auf bewaldeter Strecke an. Sie ist durchgehend zweispurig und auch asphaltiert, ausgesetzte Stellen wurden durch Leitplanken abgesichert. Die max. Steigung zwischen Wangen und Oberinn beträgt 16 %. Auf kurvenreicher Straße erreicht man nach 9 km die Kirche von Oberinn. Im Abstieg bieten sich Prachtblicke auf die Dolomiten mit Schlern und Rosengarten, im SW erhebt sich das Mendelgebirge. Man fährt nun durch das Rittner Gemeindegebiet bis Klobenstein (1154) weiter und biegt dort links in die Straße nach Lengmoos ein. Zwischen Lengmoos und Maria Saal lassen sich im Finsterbachgraben die berühmt gewordenen Erdpyramiden bewundern. In Lengstein (972) endete im Bj. die vorzüglich ausgebaute Rittner Straße. – Im Anschluß daran verläuft in Höhenlagen zwischen 950 und 850 m ein schmales Verbindungssträßchen über die aussichtsreiche Terrasse am sö. Fuße des Rittner Horns. Es hat ein Gefälle von max. 13 % und berührt die weit verstreuten Höfe sowie den Weiler Staubach. Auch vermittelt es den Zugang zum besuchenswerten Kirchlein St. Verena (889), welches weithin sichtbar, auf einem Hügel hoch über dem Eisacktal thront. Im Bj. war das bis Barbian 7 km messende Sträßchen zwar staubfrei, jedoch befand es sich wegen der Schlaglöcher in einem miserablen Zustand. Es gibt mehrere sehr unübersichtliche Kurven, welche erhöhte Aufmerksamkeit erfordern! Im Gemeindegebiet von Barbian ist die Straße mit

kurzen Ausnahmen normal breit ausgebaut. – Von Barbian (730) vermittelt ein knapp zweispuriges, mit Ausweichbuchten versehenes, 5 km langes Asphaltsträßchen die Verbindung mit Villanders bzw. Klausen. In Barbian fährt man um die Kirche und die Friedhofsmauer herum, dann direkt in n. Richtung. Das Panoramasträßchen mit herrlichen Ausblicken auf den Schlern und hinab in das Eisacktal führt über die Pension „Kircher“ weiter, um dann unterhalb von Bad Dreikirchen in das bewaldete Tal des Zargenbaches nach NW einzubiegen. In der Talenge gelangt man über eine durch Leitschienen abgesicherte Brücke auf die gegenüberliegende Talseite und erreicht nach einer kurzen Steigung von 12 % den Weiler Stofels (1001) mit dem Gh. „Winterlehof“. Unweit von Schloß Pardell mündet man in die vom Samberger Hof nach Villanders herabziehende, normal breite Straße ein.

Vorzüglich ausgebaut bietet sich nunmehr die faszinierende Serpentinenstrecke hinab zur SS. 12 an. Man folgt der Brenner-Staatsstraße nu bis zum auffallenden Rundbau des romanischen Kirchleins S.Sebastian auf der Umfahrung von Klausen. Dort hat man links die beschilderte, 4 km lange Auffahrt nach Feldthurns. Hoch über dem Eisacktal setzt man die Route auf einer aussichtsreichen Terrasse fort; sie durchmißt, bevor sie sich nach Brixen senkt, die Tschötscher Heide mit ihren seltenen Beständen an alten, knorrigen Edelkastanien. Von Brixen aus sind es dann noch 100km bis zu unserem Ausgangspunkt Heinfels.

Abstecher: Von Astfeld (1021) zum Durnholzer See (1540). Die 5 bis 6 m breite Asphaltstraße nimmt von der SS. 508 ihren Ausgang und führt bei max. 6% Steigung in das Talinnere. Sie endet kurz vor dem Durnholzer See. Die Benützung des Uferfahrweges zum „Fischerwirt“ und seine Fortsetzung zu den Bergbauernhöfen in Innerdurnholz ist nur den Anrainern gestattet. Der besondere Reiz der Sarner Berglandschaft liegt, im Gegensatz zum Formenreichtum der Dolomiten, in ihren freundlichen Almen, dunklen Nadelwäldern und kleinen Bergseen; unter ihnen ist der fischreiche Durnholzer See der größte und auch der bekannteste. Hin und zurück 22km.