Rund um den Monte Pelmo

Roadbook: Heinfels-Doblach-Cortina-Falzarego-Giau-Staulanza-Forno di Zoldo-Cibiana-Auronzo di Cadore-Misurina-Doblach-Heinfels

 

 

Von Heinfels nach Cortina `d Ampezzo ca. 60 km, dann 6 km weiter auf der Großen Dolomitenstraße hinauf nach Pocol (1527); dort nimmt die Straße zum Giaupaß, SS.638, li. Ihren Ausgang. In mäßigem Gefälle fährt man kurz hinab zum Falzaregobach. Hinter der Brücke beginnt die stark bewaldete Anstiegsstrecke. Die NO-Rampe präsentiert sich bis hinauf zum Scheitel als modern ausgebaute, 10 km lange Bergstraße mit normalen Fahrbahnbreiten. Bis zur oberen Waldgrenze zählt man 31 numerierte Kehren. Die durchwegs asphaltierte Straße überwindet einen HU von rund 700 m, wobei die Steigungen 12 % nicht überschreiten. Auf der Scheitelstrecke hat man die markanten Felsgestalten von Gusela, Nuvolau und

Averau im Blickfeld. – Vom höchsten Punkt (2233) leitet die Durchgangsstraße bei nur mäßigem Gefälle vorbei am Hotel „Enrosadira“ zunächst in w. Richtung. Die generelle Trassenführung ändert sich ab dem Rif. Fedare (2000) bei km 13 von W nach S. Eindrucksvoll ist der Tiefblick durch das steil herabziehende Codalongatal auf die zahlreichen, übereinander angeordneten Serpentinen der Südrampe, welche eine Meisterleistung ital. Straßenbaukunst darstellen. Drei Lawinengalerien sorgen für die Sicherheit der Straßenbenützer, vor allem während der nicht schneefreien Jahreszeit. Auf der 7 km langen, hervorragend ausgebauten Bergstrecke bis zu ihrer Einmündung in die SS.251 im N von Selva di Cadore (1335) hat man 24 Kehren zu durchfahren und überwindet dabei einen HU von 922 m. Das Gefälle wird mit 12 % angegeben. Die gesamte Strecke von Pocol nach Selva mißt 22 km.

Den Straßenzug der SS. 251 durch das Fiorentinatal über den Staulanzapaß (1766) in das Zoldotal kann man als touristisch bedeutsame Alternative zur stark frequentierten Olympiastraße durch das Ampezzotal auffassen. Beide Routen werden durch eine Kette hoher Berge, deren hervorragendste Erhebungen Croda da Lago, Monte Pelmo und Monte Rocchetta sind, voneinander geschieden. Im landschaftlich ansprechenden Fiorentinatal berührt man die Orte Selva di Cadore, Costa und Pescul, im jenseits der Forc. Staulanza sich erstreckenden Zoldotal das aufstrebende Zoldo Alto mit seinen Fraktionen Pecol, Mareson, Pianaz und Fusine. Die Nordrampe ist ausgebaut, teilweise auch neu trassiert, die Südrampe wurde zwar in einigen Abschnitten modernisiert, doch ist sie windungsreich geblieben. Die Fahrbahnbreiten schwanken zwischen 6 und 8 m, durchwegs wurde Asphaltbelag aufgetragen. Die max. Steigung beträgt im N 9 %, im S beim Anstieg von Pecol zum Col di Vallon (1522) kurz 14 %. – Kommt man von N und fährt die Scheitelhöhe an, so hat man im Vorblick den Felskoloß des Monte Pelmo. Nun glaubt man, daß die Straße im Talschluß endet, weil das Gelände keinerlei Fortsetzung erkennen läßt und ist dann überrascht, wie sie unvermittelt hinter einem bewaldeten Rücken nach rechts abbiegt und sich in einem Seitental zwischen Monte Crot und dem Pelmomassiv einen kehrenarmen Übergang in das obere Zoldotal verschafft. Während die Nordrampe von einer streng dolomitischen Landschaft geprägt wird, durchmißt man im S der Forc. Staulanza einen mehr lieblichen als großartigen Landstrich. Am Zusammenfluß von Duran und Mae erreicht man den Doppelort Dont-Villa (935), 3 km weiter den Straßenknoten Forno di Zoldo (810). – Die Rundtour setzt man von Forno di Zoldo über die Forc. Cibiana (1536) nach Venas di Cadore fort, 21 km. Es ist zweckmäßig, zunächst der SS.251 1.5 km bis zu den Häusern von Sommariva zu folgen, will man die verwinkelte Durchfahrt der weit verstreuten Siedlung von Forno di Zoldo meiden. Eine Straße in Bachnähe verbindet mit Fornesighe (977) an der SS.347. Knapp zweispurig windet sich das Paßsträßchen durch lichten Lärchenwald zur Scheitelhöhe hinauf, ohne nennenswerte Ausblicke zu bieten. Erst die Paßhöhe gewährt beschränkte Aussicht auf die Erhebungen um den Monte Rocchetta (2468). Die kehrenreiche NO-Rampe wurde neu asphaltiert und weist jetzt bei ihrer Befahrung stark verbesserte Eigenschaften auf.

Variante: Von Selva di Cadore über den Belvedere Colle S. Lucia (1475) hinab in das Cordevoletal und rund um die Civetta nach Dont-Villa. Von besonderem touristischen Interesse ist die 13 km lange Bergstrecke über den berühmten Aussichtspunkt mit dem grandiosen Blick auf die NW-Wandflucht der Civetta (3220). In der Tiefe glitzert der Wasserspiegel des Sees von Alleghe. Die Bergstraße ist teilweise recht kühn in die steil abfallenden Hänge trassiert; sie ist durchgehend zweispurig, hat aber einige enge Kurven, ihr Gefälle erreicht 9%. An der Straßenteilung nach 7km hält man sich scharf links, denn geradeaus würde man zum Falzaregopaß gelangen. Die Talstraße SS. 203 über Alleghe und Cencenighe bietet bis Agordo kaum Nennenswertes. Erst die 21km lange Verbindungsspange SS. 347 über den wenig frequentierten Passo Duran ist wieder eine Augenweide und bietet auch echtes Fahrvergnügen.

Während die SW-Rampe einen Höhenunterschied runden 1000m bewältigt, reduziert sich der Höhenunterschied um NO des Passes auf nur 650 Höhenmeter. Bemerkenswert sind die Ausblicke auf die Palagruppe und zur Moiazza. Auf der Scheitelhöhe steht das ganzjährige bewirtschaftete Rif. San Sebastiano. Der Ausbauzustand der Paßstraße ist unterschiedlich; SW-Rampe gut, NO-Rampe wies im Bj. Engstellen in den Ortschaften auf. Steigungen bzw. Gefälle sind mit max. 14% angegeben. In Dont-Villa mündet man in die SS. 251 ein. Plus 36km.