Rund um das Deferegger Gebirge

Roadbook: Heinfels-Lienz-Huben-Staller Sattel-Olang-Doblach-Innichen-Heinfels

 

 

Diese landschaftlich abwechslungsvolle Tour ist mit einem zweimaligen Grenzübertritt zwischen Österreich und Italien verbunden, wobei der Übertritt auf dem Staller Sattel einem zeitlich geregelten Richtungsverkehr unterliegt. Von Lienz zunächst auf der frequentierten Felbertauern-B108 nach Huben, der Abzweigungsstelle für eine Fahrt durch das Defereggental. Der windungsreiche Verlauf der Straße durch das eingeschnittene Tal erfordert die Einhaltung einer gemäßigten Geschwindigkeit. Die Fahrbahnbreite ist an engen Passagen, knapp zweispurig. Man passiert St. Jakob in Defereggen, die Abzweigung der Bergstraße über den Staller Sattel. Über mehrere gut ausgebaute Serpentinen gewinnt man auf bewaldeter Strecke das Hochplateau der Staller Alm mit dem Obersee. Eine kurze Zufahrt leitet zur bewirtschafteten Oberseehütte. Wenig weiter hat man auf der Durchzugstraße den Grenzübergang zwischen Ost und Südtirol. Die Abfahrt

von der Scheitelhöhe hinab zum Antholzer See, auch als Untersee bez., ist jeweils nur zwischen der ersten und fünfzehnten Minute nach der vollen Stunde gestattet. Die Öffnungszeiten für den Grenzübergang sind in der Regel am Mitte Juni bis Mitte Oktober (bei Schneefreiheit auch länger) von 7 bis 21 Uhr Sommerzeit festgesetzt. Das einspurige, asphaltierte Bergsträßchen, mit Ausweichen vor Engstellen, überwindet bis hinab zum Untersee einen Höhenunterschied von 400m mit acht Kehren bei knapp 5km Streckenlänge. Das Gefälle ist gut ausgeglichen und beträgt max. 12%. An gefährdeten Stellen wurden Leitplanken montiert. Die oberen Kehren bieten Tiefblicke auf den See und in die w. anschließende Beckenlandschaft. Prächtige Farbenspiele der Natur gibt es hier im Herbst! Die dominanten Erhebungen sind Wildgall und Hochgall, welche beide der Rieserfernergruppe zugeordnet sind.

 Vom Großparkplatz beim Seerestaurant bzw. beim Gh. Enzian fährt man auf schmaler Uferstrecke mit nur wenigen Ausweichen zwischen dem See und dem steilen, bewaldeten Berghang entlang. Nahe der Villa Mattei wurde auf einem kleinen Uferstreifen ein Wildgehege angelegt. Wie auf einer Schiefen Ebene durchmißt die Straße das Tiefmoos und tangiert das Sporthotel Wildgall und den Gh. Passler. Die neue Trasse umgeht den Hauptort Antholz-Mittertal und leitet, meist vom Antholzer Bach begleitet, über Bad Salomonsbrunn und Rasen-Antholz talaus, um Niederrasen beim Leitgeb-Denkmal in die

Pustertaler SS.49 einzumünden. Die Straße durch das Antholzer Tal wurde in ihrer vollen Länge modernisiert und erlaubt daher ein rasches Vorwärtskommen. Die stark frequentierte SS.49 ist in Richtung Toblach hinsichtlich ihrer Trassierung völlig überaltert. Die Ortsdurchfahrten in Welsberg und Niederdorf lassen keinen zügigen Verkehrsfluß aufkommen. Vor riskanten Überholmanövern auf der kurvenreichen Strecke muß eindringlich gewarnt werden! Die Ortskerne von Toblach und Innichen werden umfahren. In Winnebach befindet sich die Grenzübertrittsstelle der Italiener. Abstecher: Zum Pragser Wildsee. Zunächst 3km gemeinsame Streckenführung von der Abzweigung an der SS.49 bis zur Straßenteilung nahe der Außerpragser Säge. Abstecher Plätzwiese-Sattel. Will man zum romantisch gelegenen Pragser Wildsee, so muß man sich an der Straßenteilung rechts halten und weitere 6km durch ein meist bewaldetes Hochtal fahren.

 Es ist dabei ein Höhenunterschied von ca.300m bei ausgeglichenen Steigungsverhältnissen zu überwinden. Das Steigungsmaximum beträgt 8%. Der stimmungsvolle, meist dunkelgrün leuchtende Alpensee liegt in einem Felsentrog großen Ausmaßes eingebettet. Es wird im Süden der massigen Gestalt des Großen Seekofels überragt, seine Nordwand fällt 1300m fast senkrecht zum sagenumwobenen See ab. Hin und zurück 18km.