Rund um den Großglockner

Roadbook: Heinfels-Lienz-Winklern-Heiligenblut-Großglockner-Bruck-Mittersill-Felbertauern-Lienz-Heinfels

 

 

Der Großglockner, mit 3797m höchster Berg Österreichs, steht im Mittelpunkt dieser Rundtour, welcher einzigartige Erlebnisse vermittelt. Man kann sich ihm sowohl von SO auf der Gletscherstraße als auch von SW auf der Kalser Glocknerstraße nähern. Die Großglocknerstraße zählt unter Einschluß der Edelweißstraße und der Gletscherstraße nach wie vor zu den landschaftlich faszinierendsten Hochstraßen im gesamten Alpenraum. Bei den genannten Straßen handelt es sich, einschließlich der Felbertauernstraße, durchwegs um mautpflichtige Privatstraßen. Alle übrigen, im Zusammenhang dieser Runde beschriebenen Verkehrswege sind dem Bundestraßennetz zugeordnet. Wer öfters mautpflichtige Gesellschaftstrecken wie Arlberg, Brenner, Felbertauern, Großglockner, Tauern und Pyhrn befährt, löst als Motorradfahrer mit Vorteil eine 80 Punkte-Karte und nützt dadurch den Tarifverbund; Gültigkeitsdauer 12 Monate ab Lösungsdatum. Beginnt man seine Runde in Zell am See, so folgt man der B311 bis zum Knoten Bruck a. d. Großglocknerstraße, das umfahren wird, und biegt in die B107 ein. Begleitet von der Fuscher Ache gelangt man zur Mauteinhebestelle in Ferleiten. Die gut ausgebaute Bergstraße leitet am stimmungsvollen Schleierwasser vorbei und gewinnt über vier meisterhaft angelegte Kehren den Parkplatz Piffkar; dort gibt es einen Naturlehrpfad. Eindrucksvoll sind die Ausblicke auf das Große Wiesbachhorn. Nach weiteren zwei Kehren überschreitet man beim Parkplatz Hochmais die Baumwuchsgrenze. Fünf Schautafeln informieren eingehend über das Panorama, die Gletschererscheinungen, die Höhenstufen der Vegetation und das gut einsehbare ökologische Kleinod Rotmoos im Quellgebiet des Ferleitentales. Abermals folgen zwei Kehren und die Straße tritt in das steile Bergsturzgebiet der Hexenküche ein. An der steilen Edelweißwand vorbei, erreicht die Straße das flachere Gelände des oberen Naßfeldes. Nun in drei Kehren und einer großzügig angelegten Schleife über den Törlgrat zum Abzweig der Edelweißstraße und um den Törlkopf herum zum Parkplatz Fuschertörl mit Blick auf den Brennkogelgletscher. Vom Fuschertörl ( Schutzhaus nahebei) nunmehr auf Gefällstrecke hinab zu der, von weit her sichtbaren Fuscher Lacke und durch den 117m langen Mittertörltunnel. Schließlich erreicht man nach Überwindung von zwei Kehren den 311m langen, beleuchteten Hochtortunnel, in dem die Landesgrenze zwischen Salzburg und Kärnten überschritten wird. Vom Parkplatz am Südportal überblickt man die meistens schneebedeckten Gipfel der Schobergruppe. Vom wenig tiefer liegenden Wallackhaus führt die Abfahrt zuerst am Steilhang der Margaritzenwand vorbei, dann über sanft geneigte Almböden in vier Kehren hinab zum Fallbichl. Am Tauerneck wird der Großglockner sichtbar und in vier weiteren Kehren vollzieht sich der Abstieg über die Baumgrenze hinab zum Abzweig der Gletscherstraße an der Guttalbrücke. Vom Parkplatz Kasereck bietet sich ein herrlicher Ausblick auf den Großglockner. Während man auf der weiteren Abfahrt die Sadniggruppe im Blickfeld hat, leitet die Straße zum Parkplatz Roßbach hinab. Zuletzt an der Mautstelle vorbei und über die Fleißkehre entweder hinab in den sehenswerten Bergsteigerort Heiligenblut, oder direkt in die anschließende B107 durch das Mölltal. Auf normal breiter Asphaltstraße fährt man 22km bis in den Raum von Winklern hinab, wo man die Möll verläßt, um rechts den weiteren Weg über den ausgebauten Iselsberg nach Lienz in Osttirol zu nehmen. Von hier aus sind es dann nur noch wenige km bis zu unserem Ausgangspunkt.

Abstecher: Edelweißstraße. Vor dem Törlgrat (Fuschertörl) zweigt von der Glocknerstraße eine knapp 2km lange, normal breite Aussichtsstraße mit sechs engen Kehren und einer Höchststeigung von 14% zur Edelweißspitze ab. Neben dem Aussichtsturm wurde eine Informationsstelle des Nationalparkes Hohe Tauern eingerichtet. Vom Turm kann man bei entsprechender Wetterlage 37 Dreitausender und 19 Gletscherfelder überblicken!

 

Abstecher: Gletscherstraße zum Freiwandeck. Dieses Ziel ist auf einer der wohl eindrucksvollsten und daher auch meistfrequentierten Hochstraßen in den Ostalpen erreichbar. Von der Abzweigstelle an der Guttalbrücke, führt die knapp 9km lange Gletscherstraße, angesichts der Schnee und eisbedeckten Dreitausender, mit fünf Kehren zum mehrstöckigen Etagenparkplatz Freiwandeck, max. 12% Steigung. Die Aussicht vom Freiwandeck richtet sich hauptsächlich auf den unverwechselbaren Großglockner (3797m), den Romariswandkopf und den Johannisberg inmitten einer imposanten Gletscherwelt. Mit der Gletscherbahn, einem 247m langen Schrägaufzug, gelangt man hingegen in nur 2 Min. hinab zum Pasterzenboden, dem größten Gletscherstrom in den Ostalpen! Hin und zurück 17km.