Ausflug nach Slowenien und Italien

 

Roadbook: Heinfels-Lienz-Greifenburg-Weissensee-Hermagor-Arnoldstein-Wurzenpaß-Kranjska Gora-Vrsic Paß-Predil Paß-Sella Nevea-Tolmezzo-Santa Villa-Sappada-S.Stefano-Kreuzberg-Sexten-Innichen-Heinfels

 

 

Diese Tour führt uns von Heinfels über den Weissensee nach Villach. Dort Anschluß an die Wurzenpaß-B 109, welche ein stark frequentierter Teil der sogenannten Gastarbeiterroute ist. Auf diesem Grenzübergang muß man unter Umständen mit längeren Wartezeiten als bei den benachbarten Übergängen rechnen. Bis zur Scheitelhöhe sind auf einer Strecke von 8km 532 Höhenmeter zu überwinden. Die Kärntner Rampe ist normal breit ausgebaut und hat eine längere andauernde kräftige
Steigung bei max. 18% ; sie setzt oberhalb Riegersdorf ein und hält bis zum Mauthner Eck an. Bei starken Frequenzen erfolgt bereits am Beginn der Bergstrecken die Richtungsregelung mittels Ampel. Während der Auffahrt bieten sich nach Westen über das Gailtal hinweg bemerkenswerte Ausblicke auf den Dobratsch mit seinen markanten, als Rote Wand bezeichnenden Südabsturz: seinen Gipfel krönt der 164m hohe Fernsehturm. Die Bergstrecke ist zumeist bewaldet, ihr Scheitel befindet sich auf einer ausgedehnten Blöße in den w. Karawanken. Die Grenzübergangsstelle ist eine geräumige Anlage mit seitlichen Abstellplätzen neben der breiten Verkehrsfläche. Auf der 6 km langen Südrampe senkt sich die Bergstraße mit nur einer, weit ausholenden Schleife hinab nach Podkoren/Unterwurzen (850), max. 14% Gefälle.  In der Häusergruppe li. Einmündung zunächst in die Staatsstraße 1a, wenig weiter hat man re. die Abzw. nach Kranjska Gora (809), dem
Basisort der landschaftlich großartigen Bergstraße über den Vrsic-Sattel in das Herzstück der Julischen Alpen. Sie ist zweifellos die eindrucksvollste Paßstraße in Slowenien. Von Kranjska Gora folgt man der HAT „Vrsic“ durch das eingeschnittene Tal der Pisnica in s. Richtung aufwärts. Fast unvermittelt dringt man in das Hochgebirge ein. Vom Milhovhaus (1085) hat man einen eindrucksvollen Blick auf die fast senkrecht abfallende Südwand der Skrlatica (2740). Bis zur Scheitelhöhe des Passes sind nur 12 km zurückzulegen. Die Fahrbahnbreiten schwanken zwischen 4 und 6 m; vor Engstellen wurden Ausweichen angelegt. Die Steigungen erreichen auf der Nordseite max. 14%, im S 12%. Die Bergstraße ist durchgehend asphaltiert und in den Wendeplatten der Kehren wurde ein Kleinsteinpflaster ausgelegt. Auf der Nordrampe zählt man 24, auf der Südrampe 27 Kehren; sie sind für geübte Motorradfahrer sowohl ein landschaftliches als auch ein sportliches Erlebnis! In der Regel ist die Paßstraße von Mai bis November geöffnet; sie überwindet im N einen HU von 800m, im S bis Trenta (620) runde 1000 Höhenmeter. Ausgesetzte Passagen sind randgesichert. Die Fahrbahnbreiten schwanken auf der durchwegs staubfreien Südrampe zwischen 5 und 7 m. – Der Vrsic-Sattel ist Wasserscheide zwischen der Adria (Isonzo) und dem schwarzen Meer (Save). Vom Scheitel hat man einen eindrucksvollen Tiefblick hinab in das
bewaldete Trentatal; im SO zeigt sich der Prisojnik (2547) mit dem berühmten Felsenfenster an seinem Westgrat, dahinter der Razor (2601). Vom Scheitel hat man nur wenige Schritte zu den Schutzhäusern Ticarjev Dom und Postarski Dom, drei weitere bewirtsch. Hütten stehen im Bereich der Nordrampe. Das Denkmal für den bekannten Erschließer und Schriftsteller der Julischen Alpen, Dr.Julius Kugy, findet man in Trenta neben der untersten Straßenkehre. – Eine kurze Zufahrt leitet zur Koca pri izviru Soce im Quellgebiet der Soca (Isonzo). Beachtung verdient bei der Häusergruppe Na Logu (620) das am Berghang angelegte „Alpinetum Juliana“, welches in den Monaten Juni und Juli die mannigfache, hochalpine Flora während der Hauptblütezeit präsentiert. – Die Strecke durch das Trentatal nach Kal-Koritnica (460) bzw. in die Beckenlandschaft von Bovec weist ein sanftes Gefälle auf. Ö. von Bovec trifft man auf die, zum Predilsattel
 (1156) führende Bergsstraße, welche im Raum von Log pod Mangartom (651) mit einer kurzen Steigungsstrecke von max. 14% aufwartet. Der Predilpaß ist durchgehend staubfrei, die Fahrbahnbreiten bewegen sich zwischen 4 und 6 m. Der Scheitel liegt im Grenzverlauf Sloweniens mit Italien und ist mit einer offiziellen Grenzübertrittsstelle versehen. Genußreich ist die Abfahrt im Spätsommer oder Herbst in Richtung Tarvis, wenn man zwischen den verfärbten Buchen und Bergahornen auf den Raibler See blickt, dessen seichte Stellen in Türkis, seine Tiefen aber tintenblau leuchten. Den Hintergrund hierzu bilden dunkle Nadelwälder und an manchen Stellen die grellen Töne des Kalksteingebirges. Vom Predil nach Tarvis hat man nur 13km auf guter Straße zurückzulegen. Von dort aus leitet die Straße bei schwankenden Fahrbahnbreiten zwischen 5 und 8m hinauf zum Sella Nevea 1190m. Das Steigungsmaximum beträgt auf der Westrampe 13%, auf der Ostrampe hinab zu Raiblersee/Lago di Predil hat man ein Gefälle von nur 9%, beide Rampen sind durchgehend asphaltiert. Die Dichte der Kehren ist im Westen mit neun größer als im Osten mit nur vier. Es gibt steinschlaggefährdete Passagen. Die Scheitelhöhe ist nach knapp 19km erreicht. Die Fahrt geht anschließend weiter über Tolmezzo nach Santa Villa wo dann die Straße rechts nach Sappada führt. Die Strecke dorthin ist sehr kurvenreich aber sehr gut ausgebaut. Von S. Stefano aus geht die Reise über den Kreuzberg Richtung Innichen. Also, der Ausgangspunkt Heinfels ist nach 10km wieder erreicht.